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Dienstag, 11. Februar 2014

Chinese New Year - Teil II -

Also, wie schon gesagt. Huhn bringt Glück. Zumindest in der chinesischen Esskultur. Zum Neujahrsfest muss deshalb ein Gericht mit Huhn auf den Tisch. Wir mögen gern süß-saures. Allerdings ohne Glutamatsauce. Deshalb heute Hühnerfleisch mit süss-sauerer Sauce. Wahrscheinlich der Klassiker in den hiesigen Restaurants.

Für vier:
700 g Hühnerbrustfilet
100 g frische Ananas, in Stücke geschnitten
1 rote Paprikaschote, in mundgerechte Stücke geschnitten
1 Stück Salatgurke (etwa 1/4)
1 Karotte, in feine Scheiben geschnitten
1-2 cm Ingwer, feingehackt
1 Knoblauchzehe, feingehackt
2 EL Zucker
3 EL heller Reisessig
2 EL Reiswein
2 EL Sojasauce
2 EL Pflaumensauce
3 EL Öl

Das Hühnerfleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Zucker, Reisessig, Reiswein, Sojasauce und Pflaumensauce in einer Schüssel miteinander verrühren. 2 EL Öl erhitzen und das Hühnerfleisch in einer Pfanne oder Wok anbraten, herausnehmen und zur Seite stellen. Im restlichen Öl den Knoblauch und Ingwer bei mittlerer Hitze und unter ständigem Rühren anbraten. Karotte und Paprika zugeben und weitere 1-2 min braten. Gurke und Ananas zugeben und weitere 1-2 min anbraten. Das Fleisch wieder in den Wok/die Pfanne geben und Sauce unterrühren. Bei ausgeschalteter Hitze kurz durchziehen lassen. Abschmecken.

Dienstag, 4. Februar 2014

Chinese New Year: Dumplings

Wenn wir schon auf Weltreise mit den anderen Blogs gehen, warum dann nicht auch mal nach China. Da hat am 31. Januar das chinesische Neue Jahr begonnen. Es dauert bis zum 19. Februar 2015 und steht im Zeichen des Pferdes. Traditionell werden in chinesischen Haushalten rote Lampions aufgehängt oder auf rotes Papier in Schwarz das Schriftzeichen für Glück gemalt und auf Tür und Fenster geklebt. Vor dem 31. wird allerdings noch geputzt wie verrückt, um dem Glück Platz zu machen. Würde man während des Festes putzen oder fegen, wäre das Glück gleich hinausgefegt.  Zwei Wochen stehen also ganz im Zeichen des Feierns bei den Chinesen und des Reisens. Alles ist unterwegs, um Freunde und Verwandte zu besuchen. Und zu essen. Süßes Essen, um das Jahr zu versüßen. Hühnchen als Glückssymbol und in allen Varianten darf auf keiner Tafel fehlen. Ebenso Nudeln. Die stehen für ein langes Leben. Dumblings sind traditionell an diesen Tagen und werden gern gemeinsam zubereitet. In verschiedenen Variationen und mit verschiedenen Füllungen und werden gern schon morgens, mittags und abends gegessen.
Dumblings sind wie Ravioli, Maultaschen, Empanadas oder Samosas kleine Teigtaschen aus Mehl oder Hartweizengries mit oder ohne Ei und entweder gedämpft, gekocht oder fritiert. Sie haben vegetarische oder Fleisch/Krabbenfüllungen.
Wir feiern zwar nicht nach dem gregorianischen Kalender Neujahr, aber Dumplings gibt's bei uns hin und wieder auch, wenn mal ganz viel Zeit ist... so wie Hühnchen (das braucht nicht so viel Zeit), aber davon demnächst mehr...



Dumplings - verschiedene Füllungen
(ergibt etwa 20 Stück)

Fleischfüllung:
100g mageres Schweinehack
1 Tl Reiswein
1 El Sojasauce
1 Tl dunkler Reisessig
1 Tl Sesamöl
1 cm Ingwer
1 Lauchzwiebel
Salz
20 Wan-Tan Blätter (tiefgekühlt aus dem Asia Laden. Es lohnt sich nicht, die selbst zu machen!)

Ingwer schälen und ganz fein hacken. Von der Lauchzwiebel die Wurzel und das Grün abschneiden, längs aufschlitzen und waschen. Sehr fein hacken. Hack mit Gewürzen, Ingwer und Zwiebel in eine Schüssel geben und gut durchkneten, bis alles zusammenhält.

Veggie-Füllung:
1 Karotte, fein gerieben
1 gehackte Frühlingszwiebeln
3 getrocknete chinesische Pilze
1 EL gehackte Bamubssprossen
1 Tl Sojasauce
1 zerdrückte Knoblauchzehe
1 Tl geriebener oder fein gehackter Ingwer

Pilze ca. 10 min in warmem Wasser einweichen und dann fein hacken.  Alle Zutaten in einer Schüssel gut miteinander vermischen.

Krabben-Füllung:
100g gekochtes Krabbenfleisch, fein gehackt
1 Frühlingszwiebel, fein gehackt
1 Tl fein gehackter oder geriebener Ingwer
2 getrocknete chin. Pilze
1 Tl Sojasauce
Salz
1/2 Tl Zucker

Pilze ca. 10 min in warmen Wasser einweichen und dann fein hacken. Alle Zutaten in einer Schüssel gut miteinander vermischen.



Für alle Füllungen gilt: Alles sehr fein hacken, damit die Füllung gut in die Blätter passt und nichts die Hüllen zerreist. Die WanTan Blätter auf einem feuchten Küchenhandtuch ausbreiten und jeweils   1 Tl Füllung darauf geben. Die vier Teigränder zusammennehmen und zusammendrehen, so dass ein Säckchen entsteht. Achtung, die Teigblätter sind sehr dünn und reißen leicht, deshalb schnell arbeiten oder immer wieder feucht abdecken. Falls ihr zufällig die traditionellen Bambusdämpfer besitzt, Salat- oder Kohlblätter hineinlegen, damit die Säckchen nicht ankleben. Deckel auflegen und für ca. 10 min zugedeckt im Wok oder einem großen Topf mit Einsatz dämpfen. Ansonsten ein Dampfeinsatz mit den Blättern auslegen und ebenfalls in einem geschlossenem Topf garen.





Für die Sauce zum Dippen:
6 EL Reisessig
6 EL Sojasauce
1 1/2 EL Sesamöl
Alles gut verrühren und die Dumplings darin dippen. Achtung, am Anfang sind die Dumplings noch sehr heiß!


Mittwoch, 6. November 2013

Asiatische Woche - Pickles

Heute mal was für Zwischendurch oder Zwischendrin, im Sandwich meine ich, so als Beispiel.
Lange Zeit waren in meinem Vorratsschrank nur Essiggurken als Pickles zu finden. Alles andere was man so im Glas kaufen kann mochte ich nicht, da bekam ich 'Pickel'. Das Gemüse meist zu latschig und immer in eine Geschmackrichtung: süß-sauer. Erinnerte mich immer an den bereits erwähnten Kindheitsalptraum, siehe hier. 
Das erste Mal richtig gute Pickles habe ich in China gegessen. Mild saures und würzig eingelegtes Gemüse. Knackig. Zart. Mal richtig scharf, dann wieder mit verschiedenen Gewürzen aromatisch eingelegt. Klasse. Ich habe mich dann mal auf die Suche gemacht und recherchiert, wie man denn einen richtig guten Sud herstellt und dann habe ich experimentiert. Diese Karotten sind ein Versuch. Man isst sie einfach pur, als Beilage oder auch im Sandwich. Passt immer.


Pickles - Asian Style
(reicht für zwei Gläser à 200 ml)

1 Pfund Karotten
1 TL Salz
3 Pimentkörner
200 ml Wasser
200 ml Reisessig (milder als Weißweinessig. Der geht aber auch, nur dann wird's halt 'saurer', dann vielleicht die Menge etwas reduzieren; je nach Geschmack)
2-3 EL brauner Zucker
4 Nelken
4 schwarze Pfefferkörner
2 cm Ingwer, in feine Streifen geschnitten

Karotten waschen und schälen. Die Blauen (für die Optik!) nur waschen. Mit einem Julienne-Schneider in feine Streifen schneiden. 
Wasser, Essig, Zucker und Gewürze aufkochen lassen, Hitze drosseln und ca 5 min schwach köcheln lassen.
Gläser und Deckel 5 min auskochen lassen  und auf einem frischen Handtuch abtropfen lassen.
Die Streifen zusammen mit dem Ingwer in die Gläser füllen und mit dem heißen Sud übergießen. Gut verschließen. Die Gläser halten sich im Kühlschrank mindestens eine Woche. Ich habe sie aber auch schon mal nur in den Keller gestellt und da hielten sie auch wenigstens eine Woche. Länger sowieso nicht, weil schon verputzt.....


Morgen geht's los mit dem Blogger Event -Jeden Tag ein Buch- initiert von 'Arthurs Tochter kocht'.
Ich bin dabei. Lasst euch überraschen.



Montag, 4. November 2013

Kochwoche - oder diesmal asiatischer Kohlsalat

Ich habe Kochwochen; heißt, wenn's mich überkommt, gibt's eine ganze Woche was asiatisches, indisches, italienisches oder orientalisches. Bis der Hype langsam wieder abflaut oder jeder um mich herum die Augen rollt und mal wieder was 'Normales' will. 'Was ist denn überhaupt normal', frage ich dann. Keine Antwort. Also, diesmal gibt's asiatisch...
Hier mit lilafarbenen Karotten, statt der Üblichen, aber nur wegen der Farbe. Die Sorte 'Purple Haze' findet man oft im Bioladen. Sie hat mehr Vitamin C, B1 und Caritinoiden als die orangenen.

Asiatischer Kohlsalat (reicht für vier):

1/2 kleiner Weisskohl oder Spitzkohl
2-3 mittelgroße Karotten
1 Lauchzwiebel, gehackt
1 rote Chilischote, entkernt und in feine Streifen geschnitten
11/2 Tl Sesam
Salz
10 frische Minzeblätter
je 2 TL Reisessig, Limettensaft, asiatische Fischsauce (erhältlich im Asia-Laden und gut sortierten Supermärkten) und Zucker




Kohl waschen, die äußeren Blätter entfernen und auf einer Reibe in feine Streifen reiben.
Karotten (die lilanen braucht man nicht schälen) waschen und schälen und ebenfalls fein reiben.
In einer großen Schüssel vermischen. Minzeblätter waschen und zupfen sowie die Sesamsamen untermischen.
Für das Dressing Reisessig, Limettensaft, Fischsauce, Chili, Lauchzwiebel, Salz  und Zucker verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Über die Kohl-/Karottenmischung geben und ca 15 min kühl durchziehen lassen.