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Montag, 26. Mai 2014

Zucchini alla Nonna

Aus dem italienischen Teil der Familie stammt dieses Rezept, dass ich schon seit Jahren im Repertoire habe und manchmal je nach Kühlschrankinhalt etwas verändere und abwandele.
Gefüllte Zucchini so wie sie die Oma immer gemacht hat.
Man kann auch Paprika damit füllen, aber uns schmecken Zucchini immer noch am besten (wie halt gewohnt..).
Die ursprüngliche Füllung besteht aus Mozzarella, Mortadella, Parmaschinken, Parmesan und Ei, aber wie schon gesagt, kann man auch verwenden was gerade so da ist und dieses Mal gab's halt die Veggie-Variante....

Zucchini alla Nonna (veggie)
(für vier)



4 kleinere Zucchini
1 Knoblauchzehe
1/2 Zwiebel
10 schwarze Oliven
10 grüne Oliven
125 g Schafskäse
geriebener Parmesan
1 Ei
Salz, Pfeffer
evtl. 1 EL Kapern
1 Tasse Reis






(Non-Veggie)
1 Knoblauchzehe
1/2 Zwiebel
4 Scheiben Parmaschinken, in Würfel geschnitten
4 Scheiben Mortadella, in Würfel geschnitten
frisch geriebener Parmesan
1 Kugel Büffelmozzarella
1 Ei, Salz, Pfeffer, evtl. Kapern
1/2 Tasse Reis

Für beide Varianten gilt:
1 EL Olivenöl
1 Dose passierte Tomaten,  450 ml
200 ml Gemüsebrühe
frischer Thymian und Rosmarin


Zucchini waschen und halbieren. Die Hälften aushöhlen und das Fruchtfleisch zur Seite legen.
Die ausgehöhlten Hälften salzen und pfeffern.
Knoblauch fein hacken. Zwiebel schälen und ebenfalls fein hacken.
Oliven fein hacken. Schafskäse zerbröckeln.
In einer Schüssel das Ei schlagen und mit dem geriebenen Parmesan verrühren. Oliven und Schafskäse hinzugeben. Evtl. Kapern untermischen. Salzen und Pfeffern und alles gut mit der Hälfte des Knoblauchs und der Zwiebel vermischen.

Bei der Non-Veggie Variante genauso verfahren. Alles vermischen und abschmecken und in die ausgehöhlten Zucchini-Hälften füllen.

Backofen auf 200°C vorheizen.
Olivenöl in einem Topf erhitzen und die andere Hälfte der Zwiebel und des Knoblauchs andünsten.
Passierte Tomaten, Thymian, Rosmarin und Gemüsebrühe zugeben und 5 min köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In der Zwischenzeit Reis nach Packungsanleitung kochen. Danach abgießen und zu der Mortadella/Parma-Mischung oder der Oliven/Schafskäsemischung dazugeben.

Sauce in eine Auflaufform geben und die Zucchini darauf verteilen. Zucchini mit der vorbereiteten Masse  füllen. Form in den Ofen geben und ca. 40 min backen lassen. Die Zucchini sollten etwa zur Hälfte mit Flüssigkeit bedeckt sein. Ansonsten mit etwas Gemüsebrühe auffüllen.




Dienstag, 22. April 2014

Tolle Knolle- Lauwarmer Rote Beete Salat

Hab ich hier überhaupt einmal nur die Rote Beete erwähnt? Ich kann mich nicht erinnern. Dabei sollte man das tun. Sie erwähnen. Schnell noch hinterhergeschoben, bevor der Frühling immer mehr wird...
Es ist noch gar nicht so lange her, da konnte ich mir gar nicht vorstellen, diese Knolle überhaupt zu essen!
Es gibt ja Rote Beete und Rote Beete. Die aus der eingeschweißten Packung, geschält, fertig gegart und (vergiß es!)....., aber es gibt sie auch frisch, nach Erde duftend, mit Schale, einzeln, klein, groß. Wie man mag. Und die ist toll! Am besten aus dem Backofen. Geschält, geachtelt, mit gutem Olivenöl beträufelt, gebacken. Dann das Dressing drüber und lauwarm gegessen. Das Dressing braucht allerdings ein bißchen Schmackes. Kräftig gewürzt also mit z.B.gutem Balsamico, Fleur de Sel, etwas Senf, eine Prise Zucker. Auch frischer Thymian macht sich gut oder gemahlener Koriander..Kleine Cocktailtomaten kann man auch mitbacken und mit etwas Ziegenkäse zum Schluß dazu, ist das ein leckeres Abendessen.


Lauwarmer Rote Beete Salat

1-2 Rote Beete Knollen
2 EL Olivenöl
Fleur de Sel, frisch gemahlener Pfeffer
3 EL guter Balsamico
eine Handvoll Cocktailtomaten (optional)
1/2 TL gemahlener Koriander
3-4 Stängel frischer Thymian
1 TL mittelscharfer Senf
Prise brauner Zucker

Backofen auf 200 °C vorheizen.
Rote Beete waschen, schälen (Achtung: rote Hände- geht aber auch wieder ab) und achteln. In eine feuerfeste Schale geben und mit 1 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer gut durchmischen. Thymianzweige dazugeben. Ca. 30 min backen.Wer mag gibt die Cocktailtomaten mit dazu.
Restliches Olivenöl mit Balsamico, Senf, 1 Prise brauner Zucker, nochmals etwas Salz und Pfeffer und gemahlenem Koriander cremig rühren. Kräftig abschmecken, die Knolle verträgt das.
Wenn die Stücke gar sind, aus dem Backofen nehmen etwas abkühlen lassen und das Dressing darüber verteilen. Wer mag, gibt in den letzten 10 min Ziegenkäsetaler mit in den Ofen.




Montag, 17. Februar 2014

Einen hatte ich noch...

..im Keller. Jetzt wird's Zeit. Ich kann sie nicht mehr sehen. Sie passen nicht mehr so ganz in mein momentanes Geschmackbild. Ab September wieder...




Deshalb gibt's hier die letzte Kürbissuppe für die Saison. Geschmacklich aufgefrischt mit Orangen und Thymian. Das Ergebnis wird Sonnengelb.

Für vier:
1 mittelgroßer Hokkaido Kürbis
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Butter
11/2 l Gemüsebrühe
geriebene Schale und Saft einer Bio-Orange
100 ml Sahne
2 Tl Thymian
Salz, Pfeffer

Kürbis schälen, würfeln. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. In einem großen Topf, 1EL Butter erhitzen und den Kürbis zusammen mit der Zwiebel und Knoblauch ca. 5 min andünsten. Mit Gemüsebrühe auffüllen. Ca. 20 min bei mittlerer Hitze garen. Geriebene Orangenschale und Saft zugeben und alles fein pürieren. Sahne einrühren, Thymian hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.



Freitag, 20. Dezember 2013

Stilton Blue und cremiges Risotto

Nach langer Zeit endlich mal wieder in der Käsetheke entdeckt. Den guten alten Stilton. Blue. Blue Jasmin (der neue Woody Allen) oder auch 'Blau ist eine warme Farbe'. Schon gesehen? Alles Blau, statt weihnachtliches Rot. Das tragen aber die Äpfel, die ich unter das Risotto gemischt habe. Die feine Säure passt sehr gut zu dem doch recht kräftigen Stilton. Eigentlich ist er ja fast zu schade, um im Risotto einfach so dahinzuschmelzen, aber ein Rest ist noch übrig und ein Glas Port auch. Cheers!


Für zwei:
1 Tl Butter
1 Tl Olivenöl
100 g Risotto Reis (z.B. Arborio)
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
2-3 Zweige Thymian
600 ml Gemüsebrühe
1/2 -1 säuerlicher Apfel (je nach Geschmack), 1-2 EL Zitronensaft
50 g Stilton Blue (kräftiger Gorgonzola geht auch)
30 g frisch geriebener Parmesan
ein paar Walnüsse


Apfel waschen, hälften, entkernen und in kleine Würfel schneiden, beiseite stellen und mit Zitronensaft beträufeln (damit er nicht braun und unansehnlich wird). Butter und Öl in einem Topf erhitzen und gehackte Zwiebel glasig andünsten. Reis dazugeben und ebenfalls glasig werden lassen. Mit etwas Brühe ablöschen und rühren, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist. Weiter so verfahren bis die gesamte Brühe aufgebraucht ist und der Reis noch etwas bissfest, aber im Ganzen schön cremig ist.
Den gekrümelten Stilton, Parmesan, Äpfel sowie die Thymianblättchen vorsichtig unterrühren und mit geschlossenem Deckel noch etwas nachziehen lassen.
Walnusshälften in einer kleinen Pfanne ohne Fett kurz anrösten. Alles auf einen Teller geben und die Nüsse darübergeben.


Dienstag, 10. Dezember 2013

Erdung: Käse-Kartoffeln

Manchmal muss man sich wieder erden. Um nicht ganz so weit abzuheben in all dem täglichen Wirrwarr. Mit Erdäpfeln geht das ganz gut. Bodenständig., Ehrlich. Ein kleines bißchen verfeinert. Dazu einen kräftigen Käse schmelzen lassen.... 
Gelandet.
Bereit für die nächsten Höhenflüge.


Rezept für zwei:
700 g kleine festkochende Kartoffeln
3 Lauchzwiebeln
1 EL Puderzucker
2 EL Sonnenblumenöl
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
250 ml Gemüsebrühe
1 säuerlicher Apfel
2-3 Stängel Thymian oder 1 Tl getr. Thymian
2 EL Butter
200 g Bergkäse

Kartoffeln waschen, evtl. schälen, halbieren oder in Spalten schneiden. Zwiebeln waschen, längs in feine Streifen schneiden. Puderzucker in einer Pfanne schmelzen lassen. Öl, Kartoffeln und Zwiebeln dazugeben. Alles kurz anbraten und karamelisieren. Salzen und pfeffern, mit Brühe ablöschen und ca. 20 min mit geschlossenem Deckel schmoren lassen. Den Deckel öffnen und die Flüssigkeit einkochen lassen.

Ofen auf 200 °C (Umluft 180°C) vorheizen. Äpfel abspülen, vierteln, entkernen und schälen. Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Äpfel und den Thymian darin kurz anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, herausnehmen.




Käse evtl. entrinden und in Würfel schneiden. Kartoffeln, Zwiebeln und Äpfel in eine Auflaufform geben, den Käse darauf verteilen. Alles im Ofen ca. 15 min überbacken, bis der Käse schön knusprig braun ist.



Donnerstag, 5. Dezember 2013

Spontanverkostung: Ziegenfrischkäse mit Kräutern

Spontanverkostung heißt: es klingelt und Freunde stehen vor der Tür, die sich spontan dazu entschlossen haben, mal wieder vorbeizuschauen. Nett gemeint, jeder freut sich. 'Nein, bloß keine Umstände. Wir wollen nichts essen.' Chips und sonstiges Knabberzeug sind sowieso nicht im Haus, aber der Gastgeber will sich ja auch nicht bloßstellen. Im Geiste schon den Kühlschrank gescannt ob der Bestückung. Resultat gleich: na ja. Eine Schachtel Frischkäse findet sich. Kräuter sind immer tiefgefroren vorrätig oder noch im Garten zu haben. Also, neben der Quatscherei schnell Kräuter gehackt und den Käse glattgerührt. Salz, Pfeffer dazu, ein Spritzer Zitrone. Fertig. Brot ist vorrätig. Perfekt. Der Weinkeller gibt auch noch was her.... na dann. PROST.



Ziegenfrischkäse mit Kräutern:
1 Packung Ziegenfrischkäse (kann auch normaler Frischkäse sein, ich hatte nur Ziege im Haus)
1 Frühlingszwiebel
je 1 Tl gehackte Thymian, Rosmarin, Minze, Dill, oder Kräuter nach Geschmack oder was gerade da ist
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
etwas Zitronensaft


Alle Kräuter ggf. waschen und fein hacken. Zwiebel ebenfalls fein schneiden. Alles zusammen mit dem Frischkäse glattrühren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Dazu schmeckt geröstetes Baguette oder Bauernbrot oder auch Cräcker, z.B. von hier


Samstag, 5. Oktober 2013

Bunt gewürfelt: Warmer Herbstsalat

Da isses wieder dieses graue, trübe Wetter. Kommt so langsam immer häufiger und lässt so manche Nase tropfen und im Hals kratzen. Deshalb viel Buntes auf den Teller. Nee, nix Süßes, aber was leckeres. Soulfoud die Zweite. Dieser 'Herbstsalat' wird im  'Dressingmäntelchen' im Backofen gegart. Und wer mag, gibt nach dem Garen nochmal das Gleiche drüber, damit's schön würzig wird. Das Gemüse kann man natürlich nach Geschmack austauschen. Pastinaken sind nicht jedermanns Sache. Nehmt was euch gefällt.  Rote Beete eignet sich auch wunderbar.

Für vier:
1 kleiner Hokkaido Kürbis
1 große Pastinake
2 Zucchini
je 1 rote, gelbe und grüne Paprika
4-5 EL Rapsöl
2-3 EL Rotweinessig
1-2 EL brauner Rohrzucker
1 kleine rote Chilischote
je 3 Stiele Thymian und Rosmarin
1-2 Knoblauchzehen
Meersalz
frisch gemahlener Pfeffer
eine Handvoll Kirschtomaten




Zubereitung:
Backofen auf 200°C vorheizen, bei Umluft reichen 180°C. Alles Gemüse waschen.
Kürbis halbieren und die Kerne entfernen, vierteln, würfeln und wer mag schälen (bei Hokkaido kann man auch die Schale mitessen). Pastinaken schälen und würfeln. Zucchini, Paprika  ebenso in mundgroße Würfel schneiden. Vorbereitetes Gemüse in eine große Schüssel geben.

Mit Öl, Essig und Zucker vermischen. Chilischote abspülen, aufschneiden, die Kerne entfernen und in feine Ringe schneiden.
Kräuter abspülen, trocken schütteln und fein hacken. Knoblauchzehen grob zerdrücken. Knoblauch, Kräuter und Chili zum Gemüse geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und nochmals gut mischen.
Gemüse auf ein Backblech verteilen und im Ofen etwa 35 min braten. Tomaten abspülen und halbieren. Nach 20 min zum Gemüse dazugeben. Das Gemüse nach Ende der Garzeit aus dem Backofen nehmen und evtl. nochmal nachwürzen, vielleicht ein Tropfen Balsamico dazu und etwas abkühlen lassen. Wir mögen ihn am liebsten lauwarm.



 Entweder als Beilage oder als Hauptgericht mit Schafskäse. Den habe ich auch gewürfelt und ca. 10 min vor Ende dazugegeben. Lecker!



Samstag, 31. August 2013

Der 'kläne Pälzer' im mediteranen Umfeld

Saumagen. Schon allein der Name lässt wahrscheinlich alle Nicht-Pfälzer in der Republik immer wieder leise aufstöhnen mit dem Gedanken: "Wie kann man so was essen?" Man kann/Wir können, und das sehr gut sogar. Hier, in der appetitlichen kleinen Ausführung und mit Pfifferlingen, da es noch keine Kastanien gibt. Er ist eingeschweißt hier erhältlich und wir haben ihn schon bis nach Texas, USA verschickt, um dem jüngeren Kind ein Stück Heimatgeschmack zu ermöglichen. Auch nach ca. 10 Tagen Reisezeit konnte man ihn noch genießen!








So, jetzt mal für alle: Saumagen heißt nur so, weil normalerweise nur derselbige Magen als Hülle verwendet wird. Der Inhalt besteht aus mageren Fleischstücken, Kartoffel, Karotten und im Herbst (absolut lecker) auch Kastanien. Gewürze natürlich noch. Das ist alles. Schön kross angebraten und traditionell mit (Kartoffel-)Püree und Kraut, Sauer- oder Rot, serviert. Was kräftiges für kalte Herbsttage.
Hier, aber mal in mediterranem Umfeld mit weißem Bohnenpüree.

Bohnenpüree:
250 g getrocknete weiße Bohnen
1 Liter Geflügelfond
Lobeerblatt, Petersilie,Thymian
1 Knoblauchzehe
1/2 Zwiebel
100 g Sahne
1 TL Butter
Meersalz
Olivenöl

Bohnen abspülen und ca. 1 h im Geflügelfond köcheln lassen. Zwiebel geschält (nicht gehackt) und Knoblauchzehe, Kräuter dazugeben. Nach der Garzeit, alles wieder herausnehmen und die Bohnen im restlichen Sud pürieren. Sahne unterrühren und mit Meersalz, Butter und Olivenöl abschmecken.
Dazu gab's Rucolasalat mit schwarzen Oliven und Chilidressing.