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Montag, 26. Mai 2014

Zucchini alla Nonna

Aus dem italienischen Teil der Familie stammt dieses Rezept, dass ich schon seit Jahren im Repertoire habe und manchmal je nach Kühlschrankinhalt etwas verändere und abwandele.
Gefüllte Zucchini so wie sie die Oma immer gemacht hat.
Man kann auch Paprika damit füllen, aber uns schmecken Zucchini immer noch am besten (wie halt gewohnt..).
Die ursprüngliche Füllung besteht aus Mozzarella, Mortadella, Parmaschinken, Parmesan und Ei, aber wie schon gesagt, kann man auch verwenden was gerade so da ist und dieses Mal gab's halt die Veggie-Variante....

Zucchini alla Nonna (veggie)
(für vier)



4 kleinere Zucchini
1 Knoblauchzehe
1/2 Zwiebel
10 schwarze Oliven
10 grüne Oliven
125 g Schafskäse
geriebener Parmesan
1 Ei
Salz, Pfeffer
evtl. 1 EL Kapern
1 Tasse Reis






(Non-Veggie)
1 Knoblauchzehe
1/2 Zwiebel
4 Scheiben Parmaschinken, in Würfel geschnitten
4 Scheiben Mortadella, in Würfel geschnitten
frisch geriebener Parmesan
1 Kugel Büffelmozzarella
1 Ei, Salz, Pfeffer, evtl. Kapern
1/2 Tasse Reis

Für beide Varianten gilt:
1 EL Olivenöl
1 Dose passierte Tomaten,  450 ml
200 ml Gemüsebrühe
frischer Thymian und Rosmarin


Zucchini waschen und halbieren. Die Hälften aushöhlen und das Fruchtfleisch zur Seite legen.
Die ausgehöhlten Hälften salzen und pfeffern.
Knoblauch fein hacken. Zwiebel schälen und ebenfalls fein hacken.
Oliven fein hacken. Schafskäse zerbröckeln.
In einer Schüssel das Ei schlagen und mit dem geriebenen Parmesan verrühren. Oliven und Schafskäse hinzugeben. Evtl. Kapern untermischen. Salzen und Pfeffern und alles gut mit der Hälfte des Knoblauchs und der Zwiebel vermischen.

Bei der Non-Veggie Variante genauso verfahren. Alles vermischen und abschmecken und in die ausgehöhlten Zucchini-Hälften füllen.

Backofen auf 200°C vorheizen.
Olivenöl in einem Topf erhitzen und die andere Hälfte der Zwiebel und des Knoblauchs andünsten.
Passierte Tomaten, Thymian, Rosmarin und Gemüsebrühe zugeben und 5 min köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In der Zwischenzeit Reis nach Packungsanleitung kochen. Danach abgießen und zu der Mortadella/Parma-Mischung oder der Oliven/Schafskäsemischung dazugeben.

Sauce in eine Auflaufform geben und die Zucchini darauf verteilen. Zucchini mit der vorbereiteten Masse  füllen. Form in den Ofen geben und ca. 40 min backen lassen. Die Zucchini sollten etwa zur Hälfte mit Flüssigkeit bedeckt sein. Ansonsten mit etwas Gemüsebrühe auffüllen.




Freitag, 9. Mai 2014

Nochmal Spargel - diesmal grün

Ich mag grünen Spargel eigentlich lieber als weißen. Auch wenn ich das als 'Pälzer' nicht so laut sagen darf. Ich mag ihn trotzdem.
Kurz in Olivenöl angebraten. Mit etwas Fleur de Sel. Vielleicht auch ein bißchen Balsamico. Lecker. Anders. Würziger und kräftiger im Aroma. Kann man auch gut asiatisch kombinieren. Vielleicht noch ein bißchen vielfältiger als der 'Weiße'.
Hier habe ich ihn allerdings gemischt, da noch ein weißer Rest vorhanden war. Das geht auch.




Spargelpfanne:

Ca. 500 g grünen Spargel (wenn ihr noch Reste vom Weißen verwenden wollt, umso besser)
1 kleines Stück Filetfleisch (Rind- oder Schwein)
Salz, Pfeffer, Olivenöl

gehobelter Parmesan


Spargel waschen. Vom Grünen nur die Enden abschneiden. Den Rest in mundgerechte Stücke schneiden. Vom Weißen, die holzigen Enden abschneiden und den Spargel schälen. In kleine Stücke schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Spargel nach und nach anbraten. Mit Fleur de Sel und Pfeffer würzen. Aus der Pfanne nehmen und warm stellen.
Filet mit einem scharfen Messer in feine Scheibchen schneiden und in der Pfanne scharf und kurz anbraten. Mit etwas Balsamico ablöschen und die Spargel wieder dazugeben. Nochmal kurz durchziehen lassen. Abschmecken. Auf einen Teller geben und mit Parmesan bestreuen.



Mittwoch, 7. Mai 2014

Frühlingsküche - Zitronenhähnchen und gebratener Spargel

Es wird Zeit, dass die Küche wieder leichter wird. Nicht meine Küche (ich geb nix her...), aber die Zubereitungsarten. Deshalb gibt es heute hier ein Rezept, das ich schon seit Jahren bei sich erwärmenden Temperaturen und durchbrechendem Spargel und Frühlingsgrün auf den Tisch bringen muss.
Zitronenhähnchen und Spargel aus dem Backofen. Nicht aus dem Kochtopf, wo er schlabbrig und ohne viel Aroma wieder 'rauskommt. Im Backofen gegart, schmeckt er viel intensiver und er wird nicht so wässrig. Außerdem kann man bei diesem Gericht alles nacheinander in den Backofen schieben und muß nicht am Herd stehen und rühren oder aufpassen. Das passt perfekt!




Zitronenhähnchen:
(für drei oder vier)

zwei Hühnchenbrustfilet
Saft von 11/2 Zitronen
1 Bund Frühlingszwiebel
1/2 Bund Basilikum
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
2-3 EL Olivenöl

Backofen auf 180°C vorheizen.
Hänchenfilet abspülen, säubern und in nochmals teilen. Ich halbiere sie gerne der Länge nach, aber das kann ja jeder machen wie er/sie will.
Salzen und pfeffern und in eine Auflaufform legen. Zitronen auspressen und mit dem Olivenöl vermischen. Frühlingszwiebel putzen und in feine Ringe schneiden. Basilikum waschen und in Stücke zupfen. Zwiebel und Basilikum über die Filets geben und alles mit dem Zitronensaft/Olivenöl Gemisch übergießen. Die Filets sollten gut 1-2 cm Flüssigkeit haben, damit sie nicht so trocken werden und man später noch etwas Bratensaft genießen kann. Ca. 35-40 min im Backofen braten.


Spargel aus dem Backofen:

750 g Spargel (ob dick oder dünn bleibt euch überlassen)
1 EL Butter
1 EL Olivenöl
Prise Salz, Prise Zucker
5-6 getrocknete Tomaten in Öl
frisch geriebene Parmesanspäne

Spargel waschen und schälen. In eine zweite Auflaufform geben. Getrocknete Tomaten kleinschneiden, mit Butter und Olivenöl zu den Spargel geben. Jeweils eine Prise Salz und Zucker darüberstreuen. Ab in den Backofen. Immer mal wieder wenden, damit alle Spargel mit Flüssigkeit überzogen sind. Ca 15 min braten. Herausholen und mit frischen geraspelten Parmesanspänen bestreuen.


Dazu passen gut Rosmarinkartoffeln (auch aus dem Backofen!) wie hier beschrieben.



Dienstag, 22. April 2014

Tolle Knolle- Lauwarmer Rote Beete Salat

Hab ich hier überhaupt einmal nur die Rote Beete erwähnt? Ich kann mich nicht erinnern. Dabei sollte man das tun. Sie erwähnen. Schnell noch hinterhergeschoben, bevor der Frühling immer mehr wird...
Es ist noch gar nicht so lange her, da konnte ich mir gar nicht vorstellen, diese Knolle überhaupt zu essen!
Es gibt ja Rote Beete und Rote Beete. Die aus der eingeschweißten Packung, geschält, fertig gegart und (vergiß es!)....., aber es gibt sie auch frisch, nach Erde duftend, mit Schale, einzeln, klein, groß. Wie man mag. Und die ist toll! Am besten aus dem Backofen. Geschält, geachtelt, mit gutem Olivenöl beträufelt, gebacken. Dann das Dressing drüber und lauwarm gegessen. Das Dressing braucht allerdings ein bißchen Schmackes. Kräftig gewürzt also mit z.B.gutem Balsamico, Fleur de Sel, etwas Senf, eine Prise Zucker. Auch frischer Thymian macht sich gut oder gemahlener Koriander..Kleine Cocktailtomaten kann man auch mitbacken und mit etwas Ziegenkäse zum Schluß dazu, ist das ein leckeres Abendessen.


Lauwarmer Rote Beete Salat

1-2 Rote Beete Knollen
2 EL Olivenöl
Fleur de Sel, frisch gemahlener Pfeffer
3 EL guter Balsamico
eine Handvoll Cocktailtomaten (optional)
1/2 TL gemahlener Koriander
3-4 Stängel frischer Thymian
1 TL mittelscharfer Senf
Prise brauner Zucker

Backofen auf 200 °C vorheizen.
Rote Beete waschen, schälen (Achtung: rote Hände- geht aber auch wieder ab) und achteln. In eine feuerfeste Schale geben und mit 1 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer gut durchmischen. Thymianzweige dazugeben. Ca. 30 min backen.Wer mag gibt die Cocktailtomaten mit dazu.
Restliches Olivenöl mit Balsamico, Senf, 1 Prise brauner Zucker, nochmals etwas Salz und Pfeffer und gemahlenem Koriander cremig rühren. Kräftig abschmecken, die Knolle verträgt das.
Wenn die Stücke gar sind, aus dem Backofen nehmen etwas abkühlen lassen und das Dressing darüber verteilen. Wer mag, gibt in den letzten 10 min Ziegenkäsetaler mit in den Ofen.




Montag, 3. März 2014

Die Toleranz auspegeln: Scharfer Rotkohl und Tofusteaks

ES GIBT TOFU.....!
Mit diesem Satz wird der aktuelle Tages-Toleranzpegel ausgelotet.
Der reicht von: keine Antwort über 'Och Mann...' bis xxxx!(das darf man hier nicht sagen..)
Gemurmeltes.. "Trockenes, gummiartiges Zeug. Ohne jeglichen Geschmack. Öko-Zeug. Grau-braunes Etwas..."
Quatsch, man muss ihn nur richtig handhaben und gut marinieren, dann ist alles ok. Keine Panik.

Warum muss man Tofu essen? Man(n) muss nicht, man(n) kann. Darf. Soll? Das ist Einstellungssache.
Ich mag aber nicht immer Fleisch essen und nur von Gemüse knurrt's mir bald wieder im Magen. Und da in Tofu viele Proteine zu finden sind, nämlich Sattmacher, - gibt es ihn auch mal als Fleischersatz. Also, ausprobiert....

In Soja getränkt und frittiert....Achtung, spritzt wie die Hölle und kann Brandmale geben... Verschiedentlich gewürzt und angebraten. Zu wenig Öl, das Gewürz klebt am Pfannenboden und der Tofu ist so neutral als wie zu Beginn...Dieses Mal im Backofen gebraten. Vorher mit Gewürz bepulvert (etwas Salz nicht vergessen, ist schon geschmackswichtig) und mit Öl eingepinselt. Brutzelt allein. Ohne Brandmale. Perfekt.
Würzen und marinieren kann  man ihn nämlich genauso, wie man das Fleisch würzen würde, einfach ausprobieren, es passiert nix....
Ach so, und der Kohl. Der Gute. Der kommt ziemlich scharf und knackig daher. In asiatische  Aromen verpackt. Ganz anders als man ihn vielleicht nur aus der Dose kennt....


Scharfer Rotkohl und Tofusteaks
(diesmal für drei):

1 Pckg Tofu natur, 250 g
1 EL Fünf-Gewürze Pulver
Salz
8 EL Öl
6 EL süßscharfe Chilisauce
1 EL Sesam
1/2 kleiner Rotkohl
1/2 rote Chilischote
1-2 cm Ingwer
6 getrocknete Pflaumen
2 Frühlingszwiebeln
2 EL brauner Zucker
5 EL Sojasauce
50 ml asiatischer Kochwein
2 EL Reisessig





Ofen auf 200 °C Ober-Unterhitze vorheizen. Tofu mit Küchenpapier abtupfen und in sechs Scheiben schneiden. In eine Auflaufform geben und mit Fünf-Gewürze Pulver, Salz und 4 EL Öl beidseitig einreiben oder bepinseln. Ca. 10 min marinieren und 20 min backen. Zwischendurch wenden. Süßscharfe Chilisauce und Sesam verrühren, die Tofuscheiben beidseitig damit bepinseln und weitere 5 min backen. Herd ausstellen und Restwärme verwenden.

Rotkohl halbieren und den Strunk entfernen. In feine Streifen schneiden. Ingwer schälen und fein hacken. Chili in feine Ringe schneiden. Das Weiße von den Lauchzwiebeln längs in feine Streifen schneiden. Pflaumen klein schneiden.

Restliches Öl in einer Pfanne erhitzen und die Rotkohlstreifen darin anbraten. Zucker, Chili und Ingwer dazugeben und weiter 2 min anbraten. Mit Sojasauce, Kochwein und ca. 50 ml Wassser nacheinander ablöschen. Alles etwa 5 min weiterdünsten. Pflaumen, Zwiebeln und Essig dazugeben und kurz mitgaren. Abschmecken. Sesamöl darüberträufeln.

Den Tofu aus dem Ofen nehmen und mit dem Rotkohl zusammen anrichten. Wer mag, kann die Chilisauce und oder etwas Sojasauce dazu reichen.




Montag, 17. Februar 2014

Einen hatte ich noch...

..im Keller. Jetzt wird's Zeit. Ich kann sie nicht mehr sehen. Sie passen nicht mehr so ganz in mein momentanes Geschmackbild. Ab September wieder...




Deshalb gibt's hier die letzte Kürbissuppe für die Saison. Geschmacklich aufgefrischt mit Orangen und Thymian. Das Ergebnis wird Sonnengelb.

Für vier:
1 mittelgroßer Hokkaido Kürbis
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Butter
11/2 l Gemüsebrühe
geriebene Schale und Saft einer Bio-Orange
100 ml Sahne
2 Tl Thymian
Salz, Pfeffer

Kürbis schälen, würfeln. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. In einem großen Topf, 1EL Butter erhitzen und den Kürbis zusammen mit der Zwiebel und Knoblauch ca. 5 min andünsten. Mit Gemüsebrühe auffüllen. Ca. 20 min bei mittlerer Hitze garen. Geriebene Orangenschale und Saft zugeben und alles fein pürieren. Sahne einrühren, Thymian hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.



Dienstag, 11. Februar 2014

Chinese New Year - Teil II -

Also, wie schon gesagt. Huhn bringt Glück. Zumindest in der chinesischen Esskultur. Zum Neujahrsfest muss deshalb ein Gericht mit Huhn auf den Tisch. Wir mögen gern süß-saures. Allerdings ohne Glutamatsauce. Deshalb heute Hühnerfleisch mit süss-sauerer Sauce. Wahrscheinlich der Klassiker in den hiesigen Restaurants.

Für vier:
700 g Hühnerbrustfilet
100 g frische Ananas, in Stücke geschnitten
1 rote Paprikaschote, in mundgerechte Stücke geschnitten
1 Stück Salatgurke (etwa 1/4)
1 Karotte, in feine Scheiben geschnitten
1-2 cm Ingwer, feingehackt
1 Knoblauchzehe, feingehackt
2 EL Zucker
3 EL heller Reisessig
2 EL Reiswein
2 EL Sojasauce
2 EL Pflaumensauce
3 EL Öl

Das Hühnerfleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Zucker, Reisessig, Reiswein, Sojasauce und Pflaumensauce in einer Schüssel miteinander verrühren. 2 EL Öl erhitzen und das Hühnerfleisch in einer Pfanne oder Wok anbraten, herausnehmen und zur Seite stellen. Im restlichen Öl den Knoblauch und Ingwer bei mittlerer Hitze und unter ständigem Rühren anbraten. Karotte und Paprika zugeben und weitere 1-2 min braten. Gurke und Ananas zugeben und weitere 1-2 min anbraten. Das Fleisch wieder in den Wok/die Pfanne geben und Sauce unterrühren. Bei ausgeschalteter Hitze kurz durchziehen lassen. Abschmecken.

Dienstag, 4. Februar 2014

Chinese New Year: Dumplings

Wenn wir schon auf Weltreise mit den anderen Blogs gehen, warum dann nicht auch mal nach China. Da hat am 31. Januar das chinesische Neue Jahr begonnen. Es dauert bis zum 19. Februar 2015 und steht im Zeichen des Pferdes. Traditionell werden in chinesischen Haushalten rote Lampions aufgehängt oder auf rotes Papier in Schwarz das Schriftzeichen für Glück gemalt und auf Tür und Fenster geklebt. Vor dem 31. wird allerdings noch geputzt wie verrückt, um dem Glück Platz zu machen. Würde man während des Festes putzen oder fegen, wäre das Glück gleich hinausgefegt.  Zwei Wochen stehen also ganz im Zeichen des Feierns bei den Chinesen und des Reisens. Alles ist unterwegs, um Freunde und Verwandte zu besuchen. Und zu essen. Süßes Essen, um das Jahr zu versüßen. Hühnchen als Glückssymbol und in allen Varianten darf auf keiner Tafel fehlen. Ebenso Nudeln. Die stehen für ein langes Leben. Dumblings sind traditionell an diesen Tagen und werden gern gemeinsam zubereitet. In verschiedenen Variationen und mit verschiedenen Füllungen und werden gern schon morgens, mittags und abends gegessen.
Dumblings sind wie Ravioli, Maultaschen, Empanadas oder Samosas kleine Teigtaschen aus Mehl oder Hartweizengries mit oder ohne Ei und entweder gedämpft, gekocht oder fritiert. Sie haben vegetarische oder Fleisch/Krabbenfüllungen.
Wir feiern zwar nicht nach dem gregorianischen Kalender Neujahr, aber Dumplings gibt's bei uns hin und wieder auch, wenn mal ganz viel Zeit ist... so wie Hühnchen (das braucht nicht so viel Zeit), aber davon demnächst mehr...



Dumplings - verschiedene Füllungen
(ergibt etwa 20 Stück)

Fleischfüllung:
100g mageres Schweinehack
1 Tl Reiswein
1 El Sojasauce
1 Tl dunkler Reisessig
1 Tl Sesamöl
1 cm Ingwer
1 Lauchzwiebel
Salz
20 Wan-Tan Blätter (tiefgekühlt aus dem Asia Laden. Es lohnt sich nicht, die selbst zu machen!)

Ingwer schälen und ganz fein hacken. Von der Lauchzwiebel die Wurzel und das Grün abschneiden, längs aufschlitzen und waschen. Sehr fein hacken. Hack mit Gewürzen, Ingwer und Zwiebel in eine Schüssel geben und gut durchkneten, bis alles zusammenhält.

Veggie-Füllung:
1 Karotte, fein gerieben
1 gehackte Frühlingszwiebeln
3 getrocknete chinesische Pilze
1 EL gehackte Bamubssprossen
1 Tl Sojasauce
1 zerdrückte Knoblauchzehe
1 Tl geriebener oder fein gehackter Ingwer

Pilze ca. 10 min in warmem Wasser einweichen und dann fein hacken.  Alle Zutaten in einer Schüssel gut miteinander vermischen.

Krabben-Füllung:
100g gekochtes Krabbenfleisch, fein gehackt
1 Frühlingszwiebel, fein gehackt
1 Tl fein gehackter oder geriebener Ingwer
2 getrocknete chin. Pilze
1 Tl Sojasauce
Salz
1/2 Tl Zucker

Pilze ca. 10 min in warmen Wasser einweichen und dann fein hacken. Alle Zutaten in einer Schüssel gut miteinander vermischen.



Für alle Füllungen gilt: Alles sehr fein hacken, damit die Füllung gut in die Blätter passt und nichts die Hüllen zerreist. Die WanTan Blätter auf einem feuchten Küchenhandtuch ausbreiten und jeweils   1 Tl Füllung darauf geben. Die vier Teigränder zusammennehmen und zusammendrehen, so dass ein Säckchen entsteht. Achtung, die Teigblätter sind sehr dünn und reißen leicht, deshalb schnell arbeiten oder immer wieder feucht abdecken. Falls ihr zufällig die traditionellen Bambusdämpfer besitzt, Salat- oder Kohlblätter hineinlegen, damit die Säckchen nicht ankleben. Deckel auflegen und für ca. 10 min zugedeckt im Wok oder einem großen Topf mit Einsatz dämpfen. Ansonsten ein Dampfeinsatz mit den Blättern auslegen und ebenfalls in einem geschlossenem Topf garen.





Für die Sauce zum Dippen:
6 EL Reisessig
6 EL Sojasauce
1 1/2 EL Sesamöl
Alles gut verrühren und die Dumplings darin dippen. Achtung, am Anfang sind die Dumplings noch sehr heiß!


Donnerstag, 9. Januar 2014

Beluga Linsen-Salat

Abendrot. Abendbrot. Kein Brot.
Abendbrot ist so eine Sache. Eigentlich isst man meistens Brot mit Belag. So heißt es schließlich: AbendBrot. Was machen aber die, die abends kein Brot vertragen oder denen es als Hüftgold dient. Alternativen suchen....Die da wären: Linsen. Ich mag Linsen. Ich glaub', das hab ich schon erwähnt. Hier. Es gibt sie in vielen schönen Farben: Schwarz, Rot, Gelb, Grün, Braun.  Der Aufwand, daraus einen sättigenden Salat zu machen im Vergleich zum herkömmlichen Abendbrot, ist nicht viel größer. Die Linsen kochen allein und bis ich den ganzen Brotkram auf den Tisch gestellt habe, ist auch das Gemüse geschnippelt. Also, kein Grund zum Kneifen.
Die kleinen schwarzen Beluga-Linsen haben ein sehr nussiges Aroma und den Vorteil, dass sie beim beim Kochen nicht so schnell zermatschen wie die roten oder gelben.
Beluga. Klingt nach Kaviar. So sehen sie von weitem auch ein bißchen aus. Glänzend schwarz. Aber sie sind natürlich nicht so teuer...was dann wiederum in ein Gläschen Champagner investiert wird...
Kleiner Scherz!

Rezept:

100 g schwarze Beluga Linsen
1 Stange Sellerie
1 Karotte
1/2 rote Paprika
ca. 100 g Schafskäse
Salz, Pfeffer
1TL Senf, 1 TL Honig
2 EL Sherry-Essig
2 El Olivenöl
1/2 Knoblauchzehe, gehackt







Linsen waschen und in kochendem Wasser ca. 10 min kochen. Ohne Salz, da dies die Kochzeit verlängert. In der Zwischenzeit Selleriestange waschen, putzen und in feine Würfelchen schneiden.
Ebenso die Karotte. Paprika halbieren, Kerne entfernen und ebenfalls in feine Streifen und dann in Würfelchen schneiden.
Die Linsen absieben und unter das fein gewürfelte Gemüse mischen.
Schafskäse zerbröseln oder klein schneiden und unterheben.
Knoblauch, Essig, Öl, Senf, Honig, Salz, Pfeffer gut miteinander verrühren und über die bunte Mischung geben. Alles etwa 20 min durchziehen lassen und evtl. nochmal nachwürzen.


Sonntag, 5. Januar 2014

Die letzte lila Versuchung - gebackene Auberginen

Entweder man mag Auberginen oder nicht. Eigentlich gibt's nix dazwischen. Entweder sie sind zu zäh oder zu gummiartig, oder schmecken nach gar nichts. Viel zu ölig... . 'Was sind die komischen Würfel im Ratatouille?'.. usw. So kenn' ich das eigentlich hier im kleinen Rahmen. Mir ging's genauso. Ich hab's aber immer wieder probiert und wollte nicht aufgeben. Kann doch nicht sein, dass diese schönen Früchte nicht schmecken wollen. Es hat sich gelohnt, die Warterei und Ausprobiererei....
Im Kochbuch, dass ich schon hier vorgestellt habe, habe ich sie wiedergefunden und mit ganz toller Konsistenz und Geschmack. Bestrichen mit einer ganz aromatischen Chermoula und dann gebacken, schabt man sie beim Essen einfach aus ihrer Haut und zusammen mit dem Bulgur Topping schmecken sie ganz wunderbar. Eben der letzte lila Versuch !!

Auberginen gibt es das ganze Jahr über. So schöne wie diese allerdings nur im Sommer (und hier ist noch ein Paprika dazwischengerutscht)

Gebackene Auberginen mit Chermoula (nach einem Rezept von Y. Ottolenghi)
(für vier)

2 zerdrückte Knoblauchzehen
2 TL gemahlener Kreuzkümmel
2 TL gemahlener Koriander
1 TL Chiliflocken
1 TL Paprikapulver, edelsüß
2 EL fein gehackte Schale von Salzzitronen
140 ml Olivenöl, plus Olivenöl zum Beträufeln
2 mittelgroße Auberginen
50 g feiner Bulgur
10 g Koriandergrün feingehackt, plus Koriander zum Bestreuen
10 g frische Minze
6 grüne Oliven, entsteint
2 Frühlingszwiebeln, gehackt
1 1/2 EL Zitronensaft
120 g griechischer Joghurt
Salz

Backofen auf 200 °C vorheizen.
Für die Chermoula in einer kleinen Schüssel Knoblauch, Kreuzkümmel, Koriander, Chili, Paprikapulver, die Schale der Salzzitrone, zwei Drittel des Olivenöls sowie 1/2 TL Salz vermengen.

Die Auberginen der Länge nach halbieren und das Fruchtfleisch rautenförmig einschneiden. Darauf achten, dass die Schale intakt bleibt. Die Hälften gleichmäßig mit der Chermoula bestreichen, mit der Schnittfläche nach oben auf ein Backblech legen und 40 min im Backofen garen.

Inzwischen den Bulgur in einer Schüssel mit 140 ml kochendem Wasser übergießen.

Wenn das Wasser vom Bulgur aufgenommen ist und dieser bissfest ist, restliches Öl, Kräuter,Oliven, Frühlingszwiebeln und Zitronensaft hinzufügen, mit einer Prise Salz würzen und alles gut durchmischen. Den Salat dann nochmal abschmecken.

Die Auberginenhälften auf Teller verteilen, den Bulgursalat darauf anrichten und mit dem glattgerührten Joghurt, Koriander und etwas Olivenöl garnieren



Dienstag, 17. Dezember 2013

Sonntagsgebratenes: Kichererbsenpüree mit Lamm

Sonntagsbraten. Klassisches Mahl. Braten gibt's bei uns selten. Aber gebratenes wie hier schon mal.
Wenn mehr Zeit ist, als unter der Woche. Wenn man sich zusammen an den Tisch setzt und jeder Zeit hat und nicht auf die Uhr schaut, weil der Unterricht schon bald wieder beginnt, oder der nächste Termin ansteht.

Für zwei:
1-2 Knoblauchzehen
2 Tl gemahlener Kreuzkümmel
Saft und Schale von 1 Biozitrone
1 Tl Chiliflocken
2 Lammfilets oder Lammlachse (es muss nicht unbedingt Lamm sein...)
500 g mehlige Kartoffeln
Salz
1 kleine Dose Kichererbsen
1-2 kleine rote Zwiebeln
5 EL Olivenöl
2 EL Honig
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 EL Butter
5 EL Sahnejoghurt
1/2 Bund glatte Petersilie


Knoblauch schälen und hacken. Die Häfte des Knoblauchs mit dem Kreuzkümmel und 3 EL Zitronensaft, der Hälfte der Zitronenschale und den Chiliflocken verrühren. Lammfilet damit bepinseln und min. 1 Stunde ziehen lassen.
Kartoffeln waschen, schälen und halbieren. Mit übrigem Knoblauch in Salzwasser ca. 30 min gar kochen. Kichererbsen abtropfen lassen. Zwiebeln in Spalten schneiden. Zwiebeln in 2 EL Öl ca. 5 min braten. Mit Honig, Salz und Pfeffer würzen. Kichererbsen nach 25 min zu den Kartoffeln geben und 5 min mitgaren. Alles abgießen.

Butter und Zitronenschale mit Kartoffel-Kichererbsen Mischung zerstampfen. Joghurt, 1 EL Zitronensaft und gehackte Petersilie unterrühren. Filets in 3 EL Öl von jeder Seite 3-4 min anbraten. Kurz durchziehen lassen. Alles anrichten.



Montag, 2. Dezember 2013

Soup of the day: Kräftige Bohnen und Nudeln

Würzig, kräftig, bodenständig, echt. So is(s)t die Küche in der Toskana. Und so haben wir sie kennengelernt. Pasta e fagioli. Ein kräftiger Eintopf mit Nudeln, weißen Bohnen, Fenchel und hier noch mit Würstchen verfeinert. Leider keine italienischen Salsicce, die bekommt man so schwer. Aber dafür hiesige Bratwürstchen mit Fenchelsamen verfeinert. Kommt den italienischen Würsten ein bißchen näher.
Genau richtig jetzt für die nasskalte Jahreszeit. Die Wärme kommt dann von innen. Als Beilage ein gutes Stück Bauernbrot und die Welt ist wieder in Ordnung. 

Für vier Portionen:
1 kl. Dose weiße Cannellini Bohnen, ca. 280 g
(man kann natürlich auch getrocknete nehmen und dann Einweichen usw., aber das hat mir jetzt zu lang gedauert)
1,5 l Gemüsebrühe
4 EL Olivenöl
4 Salbeiblätter
1 Knoblauchzehe
1 großer Fenchel
1 Zwiebel
30 g getrocknete Tomaten in Öl
100 g kleine Nudeln
3 grobe Bratwürstchen
1 Tl Fenchelsamen
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Salz
1/2 Bund glatte Petersilie
eine Handvoll gehobelter Parmesan

Zwiebel schälen und in Streifen schneiden. Knoblauchzehe fein hacken, getrocknete Tomaten in Würfel schneiden. Fenchel waschen, putzen und in Stücke schneiden. Olivenöl erhitzen und alles andünsten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und 15 min köcheln lassen. Nudeln separat nach Anweisung kochen oder gleich in der Brühe mitkochen (schmeckt besser!). Dann muss aber die Menge der Brühe etwas erhöht werden!



In der Zwischenzeit, das Brät der Würstchen aus der Pelle drücken und dabei kleine Kugeln formen. Die Fenchelsamen über das Brät geben und die Kugeln in etwas Öl in der Pfanne goldbraun braten. Nach 15 min Kochzeit der Suppe, die abgetropften Bohnen und die Würstchen dazugeben und kurz erhitzen, nicht mehr kochen lassen. Salzen und pfeffern. Gehackte Petersilie zum Eintopf geben. Auf Teller verteilen und mit Parmesan bestreuen.



Freitag, 15. November 2013

Nervennahrung: Süßkartoffel-Chips mit Garam Masala

Nervennahrung gibt's im Moment in Form von Schokolade in allen Variationen hier im Haus. Das jüngere Kind im Abivorbereitungsstress.
Drei Süßkartoffeln waren noch übrig. Allzuviel kann man damit nicht anfangen, aber beim Stöbern in 'Valentina's Kochbuch', wurde ich auf das Gewinnspiel 'Obst-und Gemüsechips selber machen' aufmerksam. Warum nicht mal Süßkartoffel Chips als Snack. Sie sind reich an Vitamin C, Ballaststoffen und besitzen zudem viele Anti-Stress Mineralstoffe. Genau richtig. Also, ran an die Hobel bis die Finger bluten (when I grow up, I'll have a Kitchen Aid!, ehrlich)...
Also, beim ersten Blech habe ich jede einzelne (!) Scheibe mit dem Pinsel eingeölt. Was für ein Quatsch! Dauert zu lange und die Scheiben werden nicht richtig knusprig.


Das zweite Blech ist.. verbrannt!

Das passiert, wenn man dabei noch skypt...

Das dritte Blech perfekt.



Man braucht nur das Backpapier auf dem Blech leicht einölen, die Scheiben mit Salz und Garam Masala  würzen und für ca. 15 min bei 180°C bei Umluft backen. Am besten bleibt ihr in der Nähe, denn es geht (ähnlich wie bei Popcorn) ganz schnell, dass alles verbrennt.
Ich habe zum Schluß den Ofen ausgeschaltet und ein Handtuch zwischen die Tür geklemmt, damit evt. vorhandene Feuchtigkeit abziehen kann.

Süßkartoffel-Chips:
(reicht eigentlich für drei Bleche)
3 Süßkartoffel
1 EL Olivenöl oder Sonnenblumenöl pro Blech

1 TL Salz (oder mehr, je nach Geschmack)
1 EL Garam Masala (oder mehr, je nach Geschmack)

Süßkartoffel waschen und schälen. In feine Scheiben hobeln. Blech mit Backpapier auslegen und mit Olivenöl einpinseln. Scheiben darauf verteilen, sie sollten sich nicht überlappen.
Mit den Gewürzen bestreuen und bei 180°C Umluft ca. 15-18 min (je nach Backofen) knusprig backen.

Lasst euch nicht stressen.....